Die Andacht aus dem aktuellen Gemeindebrief

Menschenmenge, in der alle Menschen bis auf einen sehr unscharf sind

Schön, dass du da bist.

Zu meiner Freude ist diese Form der Begrüßung in unseren Gemeinden oft zu hören. Da nimmt jemand eine oder einen anderen wahr. Ganz bewusst. Und drückt dies mit freudigen Worten aus. Vielleicht wird dadurch bei den so Begrüßten auch wieder Freude ausgelöst. Denn: Wahrgenommen werden – das möchte doch wohl jede und jeder. Es ist schön, wahrgenommen zu werden; es tut gut. Und es hat nichts damit zu tun, dass man sich ins Rampenlicht stellen will. Nein, einfach nur gesehen werden – vom anderen, vom Mitmenschen. Das tut einfach gut.

Um wie viel mehr wäre es wohltuend, von Gott gesehen zu werden. Das wäre doch wunderschön: Gott in all seiner Größe schaut sich um - und sieht: mich! Wie großartig! Dass dies wirklich so ist, verheißt uns die Jahreslosung für das neue Jahr: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ (1. Mose 16,13) Verrückt eigentlich: Ich bin doch so klein – gerade auch Gott gegenüber. Und dennoch werde ich von ihm wahrgenommen? So richtig? Mit allem, was mich bewegt? Ja! So wie es in der alttestamentlichen Geschichte beschrieben wird, aus der der Vers genommen ist: Sie erzählt von Hagar, die von Abraham und Sara verstoßene und in die Wüste geflohene, schwangere Magd; die aus den Augen Gejagte – die in der Wüste die Erfahrung macht, dass der Engel des Herrn mit ihr redet, dass Gott selbst sie ansieht. Und die, so gestärkt, wieder zurückgehen und Abraham und Sara wieder vor die Augen treten kann.

Das, was Hagar erlebt hat, gilt auch uns: Deutlich wird dies an der Geburt Jesu, an der Menschwerdung Gottes, die wir zu Weihnachten feiern. Sie beinhaltet Gottes Versprechen: Ich wende mich euch Menschen ganz zu, ich werde einer von euch, schaue mir euch alle ganz genau an. Um euch zu stärken, euch aufzurichten, euch mit meinem liebevollen Blick zu segnen. „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Mit dem Wissen darum, dass Gott auch dich sieht, kannst du in dieses neue Jahr gehen.

Schön, dass du da bist und so unterwegs sein darfst.

Dr. Karsten Schneider, Superintendent 

Du bist ein Gott, der mich sieht

Verschwommene Menschenmenge mit einer erkennbaren Person

Jahreslosung 2023

Schön, dass du da bist. Zu meiner Freude ist diese Form der Begrüßung in unseren Gemeinden oft zu hören. Da nimmt jemand eine oder einen anderen wahr. Ganz bewusst. Und drückt dies mit freudigen Worten aus. – Vielleicht wird dadurch bei den so Begrüßten auch wieder Freude ausgelöst. Denn: Wahrgenommen werden – das möchte doch wohl jede und jeder. Es ist schön, wahrgenommen zu werden; es tut gut. Und es hat nichts damit zu tun, dass man sich ins Rampenlicht stellen will. Nein, einfach nur gesehen werden – vom anderen, vom Mitmenschen. Das tut einfach gut.

Um wie viel mehr wäre es wohltuend, von Gott gesehen zu werden. Das wäre doch wunderschön: Gott in all seiner Größe schaut sich um - und sieht: mich! Wie großartig! – Dass dies wirklich so ist, verheißt uns die Jahreslosung für das neue Jahr: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ (1. Mose 16,13) Verrückt eigentlich: Ich bin doch so klein – gerade auch Gott gegenüber … Und dennoch werde ich von ihm wahrgenommen? So richtig? Mit allem, was mich bewegt? Ja!

So wie es in der alttestamentlichen Geschichte beschrieben wird, aus der der Vers genommen ist: Sie erzählt von Hagar, die von Abraham und Sara verstoßene und in die Wüste geflohene, schwangere Magd; die aus den Augen Gejagte – die in der Wüste die Erfahrung macht, dass der Engel des Herrn mit ihr redet, dass Gott selbst sie ansieht. Und die - so gestärkt - wieder zurückgehen und Abraham und Sara wieder vor die Augen treten kann.

Das, was Hagar erlebt hat, gilt auch uns: Deutlich wird dies an der Geburt Jesu, an der Menschwerdung Gottes, die wir zu Weihnachten feiern. Sie beinhaltet Gottes Versprechen: Ich wende mich euch Menschen ganz zu, ich werde einer von euch, schaue mir euch alle ganz genau an … Um euch zu stärken, euch aufzurichten, euch mit meinem liebevollen Blick zu segnen. „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Mit dem Wissen darum, dass Gott auch dich sieht, kannst du in dieses neue Jahr gehen. – Schön, dass du da bist und so unterwegs sein darfst.

Dr. Karsten Schneider,
Superintendent
des Ev. Kirchenkreises Unna

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