03/07/2026 0 Kommentare
Klimaschutz ganz praktisch
Klimaschutz ganz praktisch
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Klimaschutz ganz praktisch
Die Klimaveränderungen mit ihren unverkennbaren Folgen für die Natur und die Menschen spüren wir immer deutlicher. So darf es nicht weitergehen. Die evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) hat in ihrem Klimaschutzgesetz das ambitionierte Klimaschutzziel festgelegt, bis zum Jahr 2035 die Treibhausgasemission um 90 % zu senken.
Ein Klimaschutzplan legt weitreichende Maßnahmen fest. Die Klimaschutzmanagerin des Ev. Kirchenkreises Unna hilft dabei, geeignete Maßnahmen in den und für die Gemeinden in verschiedenen Handlungsfeldern zu entwickeln und umzusetzen. Das am stärksten an den Emissionen beteiligte Handlungsfeld sind die Gebäude mit relativ hohen Energieverbräuchen.
Als Mitglieder im Klimabeirat des Kirchenkreises haben wir im Presbyterium Möglichkeiten, unsere Interessen einzubringen. Was ist bisher in unserer Gemeinde in Königsborn geschehen? Hier eine Übersicht:
Die Energiewende im Jugendhaus Taubenschlag wurde im Jahr 2024 fortgesetzt. Nach der Installation von zwei PV-Anlagen in den Vorjahren wurde 2024 in einen Stromspeicher investiert und damit ein höherer Autarkiegrad bei der Energieeigennutzung erreicht. Die 35 Jahre alte Gasheizung wurde ebenfalls 2024 durch eine moderne und effiziente Wärmepumpe ersetzt.
Das Pfarrhaus in der Fliederstraße hat im Jahr 2025 eine energetische Sanierung erfahren. Ebenfalls durch den Kirchenkreis und mit Bundesmitteln gefördert, wurde auch in dieses Gebäude eine Wärmepumpe eingebaut. Der komplette Fensteraustausch fördert zudem die Energieeinsparung in dem seit 2025 wieder bezogenen Pfarrhaus.
In den beiden Kirchen in Königsborn Paul-Gerhardt- und Christuskirche gibt es wenig Potenzial, Energie einzusparen. Energiesparende Beleuchtungskörper haben soweit möglich wattstarke Einheiten ersetzt. Die auch in den Jahren 2024 und 2025 durchgeführten Winterkirchen haben zu einer deutlichen Energieeinsparung und somit Verringerung der CO2-Emission geführt.
Gottesdienste und Veranstaltungen in der Paul-Gerhardt-Kirche wurden ab Neujahr bis Ostern bei abgesenkten Temperaturen durchgeführt. Die Gottesdienste der Christuskirche wurden in das energetisch sanierte Gemeindezentrum „Brücke“ verlegt.
Im Kaminraum an der Paul-Gerhardt-Kirche ist vorgesehen, zeitnah die „gemütlichen“ Spots in der Decke durch effiziente LED-Leuchten auszutauschen.
Im Rahmen des Handlungsfeldes „Mobilität“ hatte die Gemeinde 2024 ein Lastenfahrrad mit E-Motor-Unterstützung angeschafft. Dieses steht den Mitarbeitenden in der Gemeinde für Dienstfahrten zur Verfügung und ersetzt auf diesen Wegen die Nutzung des Gemeindebullis - ein ökologischer und ökonomischer Beitrag gerade in Zeiten hoher Kraftstoffpreise. An allen Gebäuden der Gemeinde (Kirchen und Jugendhaus) wurden hochwertige und sichere Fahrradabstellbügel 2024 installiert. Dies kann eine Motivation sein, zukünftige Wege zu Kirchen und zum Jugendhaus mit dem Zweirad zu erfahren.
Visionen und Pläne:
Die Vision besteht, an der Paul-Gerhardt-Kirche eine solarbetriebene Aufladestation für E-Bikes zu installieren. Umweltbewusstes Verhalten bei der Beschaffung von Verbrauchsgütern und im Umgang mit Energie in der Gemeinde wird seit 2022 sensibilisiert in Mitarbeitendenrunden und bei Gruppentreffen. Beim Einkauf von Lebensmitteln wird auf entsprechende Label geachtet und möglichst Verpackungsmaterial vermieden. Bei der Beschaffung wird auch ein in der Region abgestimmter und gemeinsamer Einkauf von umwelt- und klimafreundlichen Gütern angestrebt.
Jürgen Höhbusch
Die Bibel vermittelt, dass der Mensch als Teil der Schöpfung Gottes eine verantwortungsvolle Rolle hat. Die Erde ist in diesem Sinne dem Menschen anvertraut, um sie im Auftrag des Schöpfers zu schützen und zu gestalten. Sie sollen achtsam mit sich, den Tieren und Pflanzen umgehen und die Ressourcen nachhaltig nutzen.
Foto: Die effiziente neue Wärmepumpe vor dem Jugendhaus Taubenschlag ist im Betrieb.
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